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3. Kapitel
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Sprechverbote - oder: Was passiert ....
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Sprechverbote – oder: Was passiert, wenn man ausspricht, was viele denken, jedoch nicht zu sagen wagen?
Das war ein Fest für die Journalisten im Land! Mit meinem Blog habe ich – ungewollt – medial einen Volltreffer gelandet. Stellen Sie sich doch Folgendes vor: Es ist fast schon Mitte August, und die Presse hat ihr traditionelles Sommertheater immer noch nicht aufführen können – das infolge der nachrichtenarmen Zeit unbedingt stattfinden muss. Schliesslich müssen die Spalten gefüllt werden. Und dann kommt Anfang August (super!) ein SVP’ler daher (doppelt super, die SVP ist das Feindbild Nummer 1 bei mindestens 80 % der Schweizer Journalisten), der Kritik gegen Frauen übt, dreifach super. Oder wie es ein Journalist im privaten Gespräch im Medienjargon äusserte: „Das war einfach eine geile Geschichte!“
Die Kampagne kam ins Rollen. Ich „durfte“ am eigenen Leib erfahren, wie heuchlerisch und unehrlich die Schweizer Medien funktionieren. Die Medien berichten täglich über Gepflegtheit, Schönheit und Attraktivität von Frauen. Seitenweise Inserate über Beauty, Kosmetik, Parfums, Haartönungen, Lippenstifte, usw. Dazu die Bilder von attraktiven Frauen, welche den Kauf der Produkte ankurbeln sollen. Diese Inserate mit der Schönheit machen einen grossen Teil der Einnahmen der Verlage aus, denn die Schönheitsindustrie hat ein Millionen-Werbebudget. Spricht aber jemand das Tabuthema „unattraktive Frauen“ an, ist bei den Journalisten der Teufel los. Diese doppelzüngige Rolle der Medien erinnert an die Rolle der spanischen Medien im Umgang mit der Prostitution. Die Zeitungen berichten fast täglich über Prostituierte – meistens Frauen, welche aus Afrika stammen – welche ihre Kunden auf offener Strasse bedienen. Ausgerechnet aber dieselben seriösen Blätter, welche die Ausbeutung von Einwanderinnen anprangern, veröffentlichen Hunderte von einschlägigen Kontaktanzeigen. Die Tageszeitung „El Pais“, welche am meisten gegen die Prostitution wettert, verdient gemäss der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) an diesem lukrativen Anzeigengeschäft 5 Millionen Euro pro Jahr. Die Schweizer Zeitungen sind in dieser Angelegenheit keine Ausnahme*. *Der „Tages-Anzeiger“, wie die NZZ vor einigen Jahren süffisant feststellte, sei sofort zur Stelle, wenn es darum gehe, über Missstände im Sexgewerbe zu schreiben, der selbe „Tages-Anzeiger“ habe aber andererseits kein Problem damit, im Jahr rund 3 Mio. Franken für Sexinserate einzunehmen, was im übrigen gleich ihren Jahresgewinn ausmache.
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Hetzkampagne der Medien - und die SVP ....
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Hetzkampagne der Medien – und die SVP knickt ein
Die Internet-Zeitung winkelried.info hat sofort gemerkt, um was es bei der Hetzjagd um meine Person wirklich ging. Sie schrieb: „Die eidgenössischen Wahlen finden erst in zwei Jahren statt, aber die linken Medien, 20minuten, Tages-Anzeiger, Schweizer Fernsehen, Blick haben längst mit der systematischen Demontage der SVP begonnen – und das ist auch erst der Anfang. Einen Wahlsieg wie bei den letzten Wahlen 2007 darf es nicht noch einmal geben. Zu diesem Zweck werden unsere linken Medien alles daran setzen, die SVP wo auch nur möglich zu schmähen.“ Und weiter: „Die Geschichte Kuhn wäre eigentlich in sich gesehen sehr interessant gewesen. Die Presse aber irrt mit linken Scheuklappen umher und fragt sich gleichzeitig, warum ihre Abozahlen rückläufig sind. Kein Wunder, denn sie schreiben an ihren Lesern vorbei und lügen sie auch noch an. Hat Kuhn etwa doch recht? Die linke Presse recherchiert diese Auffälligkeiten natürlich lieber nicht, sondern schreibt sich doch dann lieber gegenseitig ab. Dabei geht es ihr nur um ein Ziel: Demontage der SVP bis in achtzehn Monaten.“
Die grösste Enttäuschung in dieser ganzen Geschichte war für mich der Präsident der Schweizerischen Volkspartei des Kantons Luzern. Josef Kunz, gemäss winkelried.info „Hinterbänkler im Nationalrat“. Er forderte sofort meinen Rücktritt und bezeichnete meine Äusserungen als frauenfeindlich. Der Kantonalpräsident wurde vom Medientross überfallen oder wollte sich endlich einmal profilieren und sagte das, was die Medien in solchen Fällen immer hören wollen: Rücktritt. Damit ging die Kampagne für die Medien auf. Kunz, der auch nach 14 Jahren im Nationalrat immer noch nicht mitbekommen hat, wie die Medien funktionieren, rannte ungebremst in die Falle dieser Hetzkampagne und merkte nicht, dass es der Presse gar nicht um Kuhn ging, sondern um die Demontage der SVP.
Josef Kunz aus dem Luzerner Hinterland ist ein klassischer Ein-Themen-Politiker. Ausser Milchstreiks für höhere Preise und der irrigen Meinung, Schweizer Bauern seien Unternehmer – ich habe noch nie einen Unternehmer erlebt, der mit einem Streik höhere Preise für seine Produkte durchsetzen will – hört man nichts von ihm. Meine Meinung, dass ein Kantonal-Präsident der Schweizerischen Volkspartei nicht von allen geliebt werden dürfte und bei anderen Parteien anecken müsse, erst dann würde er seinen Job richtig machen, habe ich wiederholt zum Ausdruck gebracht. Aber innerhalb der SVP des Kantons Luzern gilt „lieb und nett“ mehr als alles andere. Personen, welche für ein solches Amt besser geeignet wären, werden von den Anpassern ausgeschaltet und kalt gestellt. Nur damit ist es zu erklären, dass die SVP des Kantons Luzern den Durchbruch immer noch nicht geschafft hat, im Gegensatz zu allen anderen Kantonalparteien, welche grosse Erfolge feiern dürfen, dies jedoch mit Präsidenten, welche ab und zu anecken und nicht einen Schmusekurs mit den anderen Parteien fahren. Mit obigen Zeilen habe ich Josef Kunz Unrecht getan. Er ist kein Ein-Themen-Politiker, sondern ein Zwei-Themen-Politiker. Neuerdings, im November 2009, will er den bösen, bösen Wolf einfangen und ihn ausser Landes schaffen. Denn, so Kunz tatsächlich in der „Neuen Luzerner Zeitung“, man könne nicht darauf warten, bis ein Wolf ein Kind auf dem Schulweg anfalle. Womit definitiv bewiesen ist, dass Nationalrat Kunz Märchen wie Rotkäppchen eine höhere Glaubwürdigkeit beimisst als harten zoologischen Fakten: Wieso hat er nicht gleich gesagt, dass ein Wolf bald einmal ein kleines Mädchen auffressen werde?
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